Wichtige Hinweise ...

... für einen problemlosen Betrieb nach jeder Zylinderkopf-Instandsetzung

Man muss beim Gasbetrieb bedenken, dass die meisten Motore für den Benzinbetrieb konzipiert sind und dadurch eine Vielzahl von Faktoren zu einem höheren Verschleiß der Zylinderkopf-Bauteile führen.

Der Gasbetrieb bringt eine Reihe von anderen Bedingungen in den Brennraum.

  • Die Kühlwirkung des verdampfenden Benzins entfällt, dadurch werden die Ventile deutlich heißer (Microverschweißung).

  • Die im Benzin enthaltenen Additive bewirken einen gewissen Verschleißschutz der Ventilsitzringe durch ihre dämpfende Wirkung, dieser fehlt bei der Gasverbrennung.

  • Je nach Zusammensetzung vom verwendeten Gas (Propan/Butan-Anteil) ist die Brenngeschwindigkeit unterschiedlich. Dies kann zu größeren thermischen Belastungen der Bauteile führen.

In letzter Zeit wurden immer mehr Verschmutzungen der Bauteile an Gasanlagen festgestellt, die einen ordnungsgemäßen Betrieb der Gasanlage behindern. Verstopfte Filter, Regler und Regelventile.

Einspritzdüsen die innen verharzt sind, sowie verschmutzte Gasbehälter usw. können zu einer noch höheren Belastung der Bauteile führen.

Dabei kann es vorkommen, daß ein instandgesetzter Zylinderkopf nach kurzer Laufzeit wieder einen erheblichen Verschleiß der Ventile und Ventilsitzringe aufweist, obwohl Ventilsitzringe verwendet wurden, die für diesen Einsatzfall geeignet sind.

Die Verschmutzung der Bauteile ist größtenteils auf Verunreinigungen im Gas und in der Befüllanlage der Tankstellenbetreiber zurückzuführen. Das Gas greift die Oberfläche der Schläuche einer Betankungsanlage an und löst dabei Stoffe, die zum Verharzen neigen.

Nur wenige Gasanlagen sind in der Lage auf veränderte Voraussetzungen zu reagieren, zum Beispiel bei längerer Volllastfahrt umschalten in Benzinbetrieb.

Aus diesen Gründen ist es unbedingt erforderlich, daß die gesamte Gasanlage qualifiziert gereinigt, geprüft und ggf. eingestellt wird.

Bei Fahrzeugen ohne Hydrostößel ist es dringend notwendig die Einstellung der Ventile alle 15000 – 20000 Km zu prüfen, um einen erhöhten Verschleiß der Ventile und der Sitzringe schneller festzustellen zu können.

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